[Rezension] Der lange Weg zu dir

Der lange Weg zu dir

Im letzten Sommer ist endlich ein neues Werk des wunderbaren Duos Widmark und Dziubak erschienen, das, ebenso wie die Bilderbücher zuvor, neben Ernsthaftigkeit auch ganz viele herzerwärmende Momente beinhaltet. In dieser Geschichte geht es um den Verlust eines Haustieres, über den der Protagonist Adam einfach nicht hinwegkommt. Doch dann kommt ein Hoffnungsschimmer, der ihm wieder Lebensmut zurückbringt.

Inhalt

Adam hat einen besten Freund: den Hund Rufus. Doch dann stirbt Rufus und für Adam bricht eine Welt zusammen. Er liegt nur noch im Bett und isst nichts mehr. Seine Großmutter macht sich große Sorgen und auch der Arzt kann nicht helfen – denn Adam hat seinen Lebenswillen durch den Verlust seines einzigen Freundes verloren. Zur gleichen Zeit macht sich ein Mädchen namens Sonia mit ihrer Katze auf den Weg ins Unbekannte. Dabei erlebt sie so einige Abenteuer und ist immer hilfsbereit – auch wenn sie von den Leuten nicht immer gut behandelt wird. Eigenartigerweise wird ihre Katze immer dicker, je weiter sie gehen. Und dann kommen sie endlich an ihrem Ziel an.

Buchdetails

Autor: Martin Widmark – Illustratorin: Emilia Dziubak – Übersetzer: Ole Könnecke – Herausgeber: arsEdition – Erscheinungsjahr: 2019 – Buchlänge: 40 Seiten – Altersempfehlung: ab 5 Jahren – Preis: 15 € – ISBN: 978-3845830759 – Hier kaufen

Meine Meinung

Als großer Fan von der Bilderbuchkunst, die Martin Widmark und Emilia Dziubak in jedem ihrer bisherigen Werke vollbracht haben, war natürlich auch das neueste ihrer Bücher ein Muss für mich. Der Titel hat mich ziemlich lange rätseln lassen, denn so richtig konnte ich mir nicht vorstellen, worum es in der Geschichte gehen würde. Nur das Bild auf dem Cover gibt einen kleinen Einblick darin, dass es um eine Freundschaft zwischen einem Hund und einem Kind geht.

Erst als ich das Buch ganz durchgelesen habe, ist mir klar geworden, worum es beim Titel geht. Es geht nicht um den Tod des Haustieres, sondern um die lange Reise des Mädchens Sonia zu Adam. Dennoch spielt natürlich der Tod des Hundes und gleichzeitig des besten Freundes von Adam eine wichtige Rolle, denn sie scheint der Ausgangspunkt für alles, was im Folgenden geschieht.

Der Tod von Rufus und die damit verbundene Trauer des Jungen ist etwas, womit sich vermutlich viele Kinder identifizieren können. Aber auch Kinder, die noch kein Haustier hatten oder deren Haustier noch nicht gestorben ist, können die Trauer und Leere, die dieser Tod auslöst, nachempfinden. Ich finde, dass die Reaktion von Adam

Die Geschichte zeigt, dass mit dem Tod eines geliebten Menschen oder Tieres nicht nur ein Ende, sondern eben auch ein Anfang verbunden ist. Denn jedem Ende steht etwas Neues gegenüber – in diesem Fall eine neue Freundschaft sowie einige neue Leben. Denn so traurig es auch ist – das Leben geht weiter und wer sich diesem nicht öffnet, wird vielleicht etwas ähnlich Wunderbares verpassen. Ich finde, dass diese Aussage hervorragend zum Nachdenken und zum miteinander Sprechen anregt.

Zu den Illustrationen kann ich gar nicht viel Neues sagen. Emilia Dziubak ist auch hier wieder ihrem Stil treu geblieben und hat magische, verträumte Bildwelten erschaffen, die man garantiert nicht nur einmal betrachten sollte. Wieder sind die Szenen durch viele Verzierungen bereichert worden. Aufgrund der Thematik sind auch hier wieder einige Bilder eher dunkel, wobei ich das bei Dziubaks Stil nie als schlimm empfinde – es unterstreicht eben die Stimmung und Atmosphäre, ohne allerdings zu niederzuschlagend zu sein.

Martin Widmark und Emilia Dziubak ist wieder einmal ein wunderschönes Bilderbuch gelungen, das durch die Kombination aus der traurigen, einfühlsamen aber dennoch hoffnungsvollen Geschichte und der hinreißenden, magischen Illustrationen überzeugt. Auch das Thema dieses Buches ist für Kinder sehr aktuell und wird hier mal anders aufgegriffen, als es in anderen Bilderbüchern der Fall ist. Ich kann das Buch trotz der kindlichen Protagonisten auch wieder für erwachsene Leser empfehlen – denn auch diese können unter dem Verlust eines Haustieres leiden und durch dieses Buch Trost erfahren!

5 Sterne

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar von arsEdition zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

2 Antworten auf „[Rezension] Der lange Weg zu dir

  1. Auch wir haben das Buch in unserem Buchregal stehen und finden die Illustrationen einfach toll. Ich hatte mich bewusst für dieses Buch emtschieden weil es um den Tod des Haustieres geht . Für mich zentraler Bestandteil des Buches. Irhendwie zeigt die Geschichte ja das gestorben wird aber das Leben doch weiter geht.

    Liebe Grüsse
    Mary

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.