[Rezension] Monsterpost

Eines der Bilderbücher, die ich dieses Jahr am sehnlichsten erwartet habe, ist Monsterpost von Emma Yarlett. Wer ihr erstes Bilderbuch – Drachenpost – kennt, kann vermutlich verstehen, warum. Die Bücher enthalten neben der tollen Geschichte, den sehr ansprechenden Illustrationen und den fantastischen Kreaturen auch einige echte Briefe zum Auspacken und Lesen. Daher eignen sich die Bücher auch super für die Grundschule. Und weil das so ist, habe ich euch zusätzlich zur Rezension noch einige Arbeitsblätter zum Buch erstellt, die ihr kostenlos auf dem Lehrermarktplatz findet.

Inhalt

Eines Tages fängt das hungrige Monster einen superleckeren SCHMAUS, den es gerne mit seinen Monsterfreunden teilen möchte. Also lädt das Monster seine besten Freunde zu einer Monstersause mit SCHMAUS ein. Bald trudeln die ersten Antworten ein – die Gäste haben hohe Ansprüche an den SCHMAUS und äußern in den Zusagen daher den ein oder anderen Extrawunsch. Das Monster möchte natürlich, dass sich alle wohlfühlen und geht auf jeden Wunsch ein – mit der Hilfe vom SCHMAUS. Und dabei merkt er, dass er immer weniger Appetit auf den kleinen Schmaus hat. Wie kommen die beiden denn aus der Nummer wieder raus?

Buchdetails

Autorin & Illustratorin: Emma Yarlett – Übersetzer: Ebi Neumann – Herausgeber: Thienemann – Erscheinungsjahr: 2020 – Buchlänge: 32 Seiten – Altersempfehlung: ab 4 Jahren – Preis: 15 € – ISBN: 978-3522459365 – Hier kaufen

Meine Meinung

Eine meiner liebsten Methoden in der Grundschule ist es, neue Themen mit Bilderbüchern einzuführen. Es gibt mittlerweile auch so viele tolle Bücher, dass sich zu fast jedem Thema etwas finden lässt. Im Deutschunterricht sind definitiv zwei meiner Lieblingsthemen ‚Briefe‘ und ‚Rezepte‘. Und wer da nicht immer das gleiche Bilderbuch nehmen möchte, hat mit Emma Yarletts humorvollen Büchern bereits zwei ganz tolle Alternativen.

Als ich das Buch ausgepackt habe und meine Tochter es gesehen hat, musste ich es ihr direkt vorlesen. Und ich kann sie da total verstehen, denn bereits das Cover macht Lust auf Mehr. Es ist in ihrer quietschigen, auffälligen Farben gehalten mit dem pinken Monster und dem fast neongrünen Hintergrund. Die Optik passt perfekt zum Thema Briefe und auch ein kleiner Hinweis auf das zweite Thema – Kochen und Rezepte – findet sich bereits auf dem Bild.

Vorne und hinten auf dem Vorsatzpapier befinden sich diverse monstermäßige und eher menschenmäßige Rezepte wie Schleimsuppe, Fingernägel mit Zehenmus und Schäfer-Pastete sowie Popcorn, Muffins und Eis-Lollies. Das Hintergrundpapier hat eine vergilbte Optik und die Rezepte sind von vielen kleinen Illustrationen begleitet, was das Ganze einfach richtig ansehnlich macht. Die Rezepte eignen sich super als Vorlage für eigene Rezepte – seien es Monster-Rezepte, die die Kinder sich selber ausdenken oder aber ein Lieblingsrezept, das man auch wirklich nachkochen kann.

Die Geschichte selbst ist einfach richtig süß und humorvoll. Es geht immer wieder indirekt um das Thema Briefe, indem das Monster zunächst selbst eine Einladung schreibt und daraufhin von den Gästen die Zusagebriefe bekommt. Die Briefe sind jeweils als ‚echte‘ Briefe im Buch enthalten und sind optisch sehr verschieden, was sehr abwechslungsreich ist und für Kinder gleichzeitig eine Möglichkeit bietet, unterschiedlich aussehende Briefe zu gestalten.

Nach jedem Brief steht das Monster vor der Aufgabe, den SCHMAUS (einen kleinen Jungen) entsprechend der Wünsche des jeweiligen Gastes vorzubereiten: mästen, salzen, schleimig machen. Während das Monster eher traditionelle Wege wählt, um die Vorbereitungen zu treffen, hat SCHMAUS immer eine bessere Idee. So essen sie gemeinsam Schokokuchen, schwimmen im Meer und plantschen in einem Schlamm-Schleim-Sumpf. Und dabei freunden sie sich Stück für Stück an, bis das Monster den kleinen SCHMAUS eigentlich gar nicht mehr essen möchte.

Neben der tollen Geschichte, die die Themen Briefe, Rezepte, Freundschaft, Abenteuer und Ideenreichtum aufgreift, ist auch die optische Gestaltung des Buches sehr gelungen. Allein durch die Rezepte und die Aufklapp-Briefe ist es etwas ganz Besonderes. Zusätzlich überzeugen aber auch die durchgehend farbigen und sehr detaillierten Illustrationen, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch über den Text hinauserzählen. Auch die gewählte Schriftart finde ich sehr abwechslungsreich und einfach passend.

Ich kann dieses Buch – wie auch den Vorgänger Drachenpost – wirklich sehr empfehlen. Es ist sowohl für das Kindergartenalter als auch für die Grundschule geeignet, um das Thema Briefe oder Rezepte einzuführen. Durch die Geschichte bieten sich bereits einige Aufgaben zum Thema Briefe oder Rezepte an. Außerdem lernen die Kinder unterschiedliche Arten von Briefen kennen (Einladung, Liebesbrief) und können auf den Bildern viel entdecken.

5 Sterne

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Thienemann Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Das kostenlose Material zum Buch findet ihr hier.

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