[Rezension] Der Schatz des Kapitäns

Inhalt
Eines Nachts hört Niklas im Museum seiner Tante ein Geräusch. Mutig wie er ist, schleicht er sich in das Museum, um herauszufinden, wer oder was für den Lärm verantwortlich ist. Dort trifft er auf Pit, den Klabautermann, der nur bei Vollmond sichtbar ist. Dieser sucht in einer Truhe eine Schatzkarte. Als er die Karte gefunden hat, macht er sich zusammen mit Niklas‘ Hilfe auf die Suche nach der Schatztruhe.

Ein Klabauter? Von Tante Steffi weiß Niklas, dass die Geister-Kobolde auf Schiffen so heißen.

Meine Meinung
Ich war sehr gespannt auf dieses Erstlesebuch, weil mich bereits das Cover schon sehr angesprochen hat. Sowohl das Cover als auch der Titel sind sehr ansprechend und motivierend. Sie versprechen eine spannende Schatzsuche mit einem etwas ungewöhnlichen Protagonisten. Um was es sich bei ihm handelt, erfahren wir erst im Buch: ein Klabauter.

Die Geschichte spielt sich während einer Vollmondnacht ab, wodurch direkt Spannung aufgebaut wird. Als Niklas das Geräusch hört, wird eine gewisse Grusel-Spannung aufgebaut und man möchte natürlich wissen, wer für das Geräusch verantwortlich war. Als die Spannung sich aufgelöst hat, wird direkt ein neuer Spannungsbogen aufgebaut – rund um den Schatz, den Pit sucht.

Das Buch ist aus der Reihe Leserabe des Ravensburger Verlags und ist für die erste Lesestufe, d.h. für Kinder in der ersten Klasse, geeignet. Der Text ist in extragroßer Fibelschrift geschrieben, die Zeilenabstände sind ebenfalls groß genug und auch der Flattersatz erleichtert das Lesen. Pro Seite sind maximal sechs Sätze, weshalb der Text in diesem Buch einen eher kleinen Teil einnimmt. Den Großteil der Seiten machen die Illustrationen von Patrick Fix aus.

Die Geschichte ist in vier Kapitel eingeteilt, die jeweils durch eine passende und anregende Überschrift eingeleitet werden. Jedes Kapitel besteht aus neun Seiten. Am Ende eines jeden Kapitels können die Kinder einen passenden Sticker einkleben, um ihren Lesefortschritt zu dokumentieren. Das finde ich sehr motivierend und ich bin mir sicher, dass es die Kinder ebenfalls sehr motiviert. Schade ist nur, dass es sich dabei nicht um wiederverwendbare Sticker handelt – dann könnte das Buch auch von mehr als einem Kind auf diese Weise gelesen werden.

Die Sätze in der Geschichte sind weitestgehend kurz und es gibt nur selten Sätze mit einem Nebensatz. Es wird auch direkte Rede verwendet, wodurch die Kinder bereits mit den erforderlichen Satzzeichnen in Kontakt kommen. Außerdem gibt es öfter offene Fragen. Durch diese und durch die direkte Rede fühlt man sich gleich noch besser in das nächtliche Abenteuer mit einbezogen.

Vereinzelt gibt es in der Geschichte auch schon längere oder sogar für Kinder eher unbekannte Wörter. Die Wörter haben oft etwas mit der Schifffahrt zu tun, sodass die Kinder prima ihren Wortschatz und ihre Kenntnisse in diesem Bereich erweitern können. Die unbekannten Wörter werden teils im Text, teils nur durch die Abbildungen erklärt. Schade finde ich, dass das Wort Kompass nicht näher erläutert wird. Allein durch die Abbildung ist dieser Gegenstand leider nicht erklärt – hier bedarf es der Klärung durch die Eltern oder sonstige Erwachsene, sofern der Begriff noch unbekannt ist.

Die Bilder sind farbig, sehr aussagekräftig und unterstützen hervorragend das Verständnis des Textes. Vereinzelt werden sogar wichtige Details noch einmal vergrößert, um sie besser sehen zu können. Die Illustrationen finde ich sehr ansprechend und detailreich. Dabei liegt das Hauptaugenmerk immer auf der Haupthandlung, aber vereinzelt gibt es auch darüber hinaus noch etwas auf den Bildern zu entdecken. Farblich überwiegen Blau-, Braun- und Grüntöne, weshalb von dem Buch Mädchen und Jungen gleichermaßen angesprochen werden können.

Nach der Geschichte finden sich auf drei Seiten noch vier Leserätsel. Der Fokus hierbei liegt darin, zu überprüfen, ob die Kinder genau gelesen haben. Außerdem wird die Rechtschreibung einiger Wörter aus dem Buch geübt. Am Ende gibt es ein Rätsel, mit dessen Lösungswort man an einem Gewinnspiel teilnehmen kann. Nach dem Lösen eines Rätsels können die Kinder auch einen Sticker einkleben.

Insgesamt eine sehr gelungene, motivierende und spannende Geschichte rund um den Jungen Niklas und sein kleines nächtliches Abenteuer mit dem Klabauter Pit. Die Geschichte, die Bilder und die Aufmachung der Reihe konnten mich voll überzeugen. Für Leseanfänger jeglichen Geschlechts definitiv gut geeignet – ob am Anfang oder am Ende des ersten Schuljahres hängt letztendlich vom Leseniveau des jeweiligen Kindes ab. 5 Sterne.

Buchdetails
Autorin: Anja Kiel – Illustrator: Patrick Fix – Herausgeber: Ravensburger – Reihe: Leserabe – Erscheinungsjahr: 2019 – Buchlänge: 48 Seiten – Altersempfehlung: ab 6 Jahren – Preis: 7,99 €

Bildquelle: Amazon.de

Das Buch wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar von der Autorin Anja Kiel zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ihr erhaltet es u.a. hier.

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