[Carlsen Bloggeraktion] Bilderbuch und Nachtlicht

Ich durfte netterweise noch an einer Aktion des Carlsen Verlags teilnehmen, bei der ich nicht nur das Bilderbuch Fühlinchen von Annette Swoboda und Nanna Neßhöver lesen und rezensieren, sondern auch ein dazu passendes Nachtlicht von Miniland testen durfte. Wenn euch meine Meinung zu dem Bilderbuch und dem Nachtlicht (oder einem von beidem) interessiert, dann würde ich mich freuen, wenn ihr weiterlest.

[Rezension] Fühlinchen

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Inhalt
Fühlinchen ist ein ganz außergewöhnliches Schaf. Und in seiner Herde ist es einzigartig. Denn: Die Fellfarbe von Fühlinchen passt sich an seine Gefühlslage und Stimmung an. Während die anderen Linchens in der Herde immer gleich aussehen und man ihnen ihre Freude, Wut oder Trauer gar nicht ansieht, wechselt die Farbe von Fühlinchens Fell von rot nach blau bis hin zu grün. Deswegen fühlt Fühlinchen sich einsam und begibt sich auf eine große Reise, um ein anderes Fühlinchen zu finden. Es trifft viele unterschiedliche Tiere mit vielen unterschiedlichen Stimmungen und Gefühlen. Aber wird Fühlinchen auch ein Tier treffen, das so ist wie es?

Eines Tages fühlt sich Fühlinchen ganz schrecklich einsam. Also beschließt es, ein anderes Fühlinchen zu finden.

Meine Meinung
Auf den ersten Blick wirkt das Bilderbuch wie ein typisches Gute-Nacht-Buch für kleine Kinder. Der Hintergrund ist in einem dunklen Blau-Grün, umgeben von Pflanzen in matten Farben, einem Halbmond und Sternen. In der Mitte steht ein niedliches weißes Schaf – ein typischer Protagonist in einer Gute-Nacht-Geschichte. Der Titel verrät auch nicht allzu viel – Fühlinchen – und lässt offen, worum es genau geht.

Die Geschichte ist aber eben keine typische Gute-Nacht-Geschichte, auch wenn sie natürlich vor dem Schlafengehen vorgelesen werden kann. Es geht um das Schaf Fühlinchen – die Schafe werden in diesem Buch Linchen genannt -, das in einer Herde lebt. Dort fällt es auf wie ein bunter Vogel, denn sein Fell wechselt je nach Stimmung die Farbe. Was für eine tolle Idee! Ich musste gleich an die Gefühlsringe von früher denken, die angeblich bei unterschiedlichen Gefühlslagen eine bestimmte Farbe angenommen haben.

Für Fühlinchen ist dieser Umstand aber leider nicht so toll, denn es kommt nicht damit klar, dass es anders ist und mit diesem Anderssein allein ist. Ich denke, hier können sich einige Kinder gut mit Fühlinchen identifizieren. Denn auch wir Menschen können unsere Gefühle nicht immer verstecken und auf unterschiedliche Art und Weise zeigen. Wenn mir etwas unangenehm oder peinlich ist, werde ich sehr schnell rot. Und das wiederum ist mir so unangenehm, dass ich noch röter werde – ein Teufelskreis. Wenn man traurig ist, kann es schonmal vorkommen, dass man weint. Bei einigen Leuten können Gefühle auch körperliche Symptome wie Bauch- oder Kopfschmerzen haben. Und wieder andere Menschen sind wie die anderen Linchen – und lassen sich ihre Gefühle gar nicht anmerken.

Auf der Suche nach einem Seelenverwandten trifft Fühlinchen viele Tiere, die exotischer nicht sein könnten: ein Stachelschwein, ein Erdmännchen, ein Flamingo und Faultiere. Auch diese Tiere haben vereinzelt eine eher ungewöhnliche Farbe, je nach dem Gefühl oder der Stimmung, für die sie stehen. Fühlinchen ist auf den Bildern jeweils in der gleichen Farbe wie das Tier bzw. die Tiere, die es gerade getroffen hat, abgebildet. Außerdem wird das Adjektiv für das Gefühl bzw. die Stimmung ebenfalls in der jeweiligen Farbe dargestellt. Schade finde ich, dass dies nicht bereits am Anfang des Buches so gehandhabt wurde, etwa mit den Gefühlen Trauer oder Stolz – denn auch hierfür gibt es eine spezielle Farbe, die auf den Bildern durch Fühlinchen veranschaulicht wird.

Leider gibt es auch ein paar klitzekleine Kritikpunkte. Zum Einen finde ich, dass auf den Bildern nicht wirklich ersichtlich ist, um welches Gefühl es sich denn nun handelt. Und gerade bei Kindern, die die Gefühle noch nicht benennen können oder die Wörter für die Gefühle nicht kennen und zuordnen können, kann es daher schwierig sein, zu verstehen, um welche Gefühle es jeweils geht. Bei den Farben, die die Gefühle darstellen sollen, handelt es sich meist um die üblichen Farben, die mit den jeweiligen Gefühlen oder Stimmungen assoziiert werden – etwa Violett für Müdigkeit, Gelb für Freude und Orange für Neugierde. Allerdings gibt es auch einige Farben, die nicht zu den bekannten Gefühlsfarben gehören – was ich allerdings nicht als wirklich schlimm empfinde.

Außerdem finde ich die Pointe schwierig. Die Tiere werden alle nur mit jeweils einem Gefühl dargestellt, aber am Ende ist die Moral, dass jeder mal das eine und mal das andere fühlt. Das hat sich aus der Geschichte für mich jetzt nicht so ergeben – denn hier fühlt nur Fühlinchen mal das eine und mal das andere – die anderen Tiere scheinen im Laufe der Geschichte immer das gleiche Gefühl oder die gleiche Stimmung beizubehalten.

Insgesamt finde ich dieses Bilderbuch und die Geschichte wirklich empfehlenswert. Die Idee ist neu und für die Kinder gibt es neben den Gefühlen auch noch einiges anderes zu entdecken, insbesondere die unterschiedlichen Tierarten. Auch die Illustrationen finde ich wirklich niedlich und ansprechend. Daher bekommt das Buch trotz der kleinen Kritik 5 Sterne.

Besondere Einsatzmöglichkeiten
Dieses Bilderbuch ist vom Text her sehr simpel und ist daher für den Literaturunterricht in der Grundschule nicht mehr unbedingt geeignet. Für den Kindergarten, den Daz-Unterricht und in Gruppen mit Kindern mit dem Förderschwerpunkt emotionale Entwicklung in der Grundschule ist es allerdings sehr zu empfehlen.

Im Kindergarten kann es vorgelesen werden, um mit den Kindern die unterschiedlichen Gefühle zu thematisieren. Außerdem lernen die Kinder so auch etwas unbekanntere Tiere kennen, die vermutlich ihr Interesse wecken.

Auch Kinder, die in der Grundschule sprachlich oder emotional gefördert werden, können auf dieses Bilderbuch ansprechen. Für die Sprachförderung eignet es sich deswegen, weil es eine sehr einfache Sprache und eine sich wiederholende Struktur hat und die Bilder sehr aussagekräftig sind. Die Kinder können die Farben lernen oder wiederholen, Tiernamen und die Begriffe für Gefühle kennenlernen. Hier kann im Anschluss auch thematisiert werden, wie man anderen Kindern oder Erwachsenen mitteilt, was man fühlt: „Ich bin fröhlich.“ oder „Ich bin traurig.“ – was gerade im Schulalltag sehr wichtig sein kann. So können nicht nur die Mitschüler besser auf die Kinder eingehen, sondern auch die Lehrkraft kann sie in bestimmten Situation verstehen und ihnen gezielt helfen.

Für Kinder mit dem Förderschwerpunkt emotionale Entwicklung kann die Geschichte ebenfalls hilfreich sein. Gerade, wenn es ihnen schwerfällt, Gefühle auszudrücken, können die Farben und unterschiedlichen Tiere, die für die Gefühle stehen, in der Gruppe als Veranschaulichung von konkreten, gerade oder kürzlich empfunden Emotionen verwendet werden. Außerdem können sich Kinder, die ihre Gefühle nicht so gut zurückhalten oder verstecken können, mit Fühlinchen identifizieren. Und Kinder, denen es schwer fällt, Gefühle zuzulassen oder zu zeigen, können ermutigt werden, dass es nicht schlimm ist, die unterschiedlichen Gefühle zu haben.
Außerdem kann ausgehend von der Geschichte darüber geredet werden, wie man mit bestimmten Gefühlen umgeht.

Da die Bilder hinsichtlich der Gefühle nicht so eindeutig sind, empfiehlt es sich, Flashcards als Hilfsmittel zu nehmen, um die jeweiligen Gefühle besser zu veranschaulichen und für die Kinder verständlich zu machen.

Buchdetails
Autorin: Nanna Neßhöver – Illustratorin: Annette Swoboda – Herausgeber: Carlsen – Erscheinungsjahr: 2019 – Buchlänge: 32 Seiten – Altersempfehlung: ab 3 Jahren – Preis: 12 € – ISBN: 978-3-551-51448-6

Bildquelle: Carlsen

Das Bilderbuch wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ihr erhaltet es u.a. hier.


[Produkttest] Nachtlicht Night Sheep

Ich habe schon lange nach einer schönen Nachtlampe für meine Tochter gesucht, die besser schläft, wenn im Zimmer noch ein bisschen Licht ist. Nachdem ich einige kleine Nachtlampen ausprobiert habe, die mir entweder vom Aussehen, von der Qualität oder vom Licht nicht gefallen haben, hatte ich die Suche eigentlich fast aufgegeben. Ich habe nun seit einigen Monaten die Nachttischlampe angelassen, die mir allerdings viel zu hell ist und den Nachteil hat, dass sie die ganze Nacht leuchtet. Umso mehr habe ich mich also gefreut, als ich das Angebot bekommen habe, das Nachtlicht Night Sheep von Miniland zu testen.
Es ist in dieser Verpackung geliefert worden:

Das Aussehen des Schafes hat mich direkt angesprochen und auch meine Tochter wollte es sofort auspacken und halten. Intuitiv hat sie den Knopf unten am Boden gedrückt und das Licht ist angegangen. Die Batterie im Nachtlicht war also schon ein bisschen aufgeladen, sodass man gleich testen konnte, ob es funktioniert. Danach haben wir die restlichen Inhalte ausgepackt:

Mit dabei ist eine Ladebasis, die mit einem ebenfalls mitgelieferten AC/DC Netzgerät an den Strom angeschlossen werden kann. Das Schaf kann ganz einfach auf die Ladebasis gesetzt werden, wenn die Batterie leer ist. Das finde ich sehr praktisch, denn so braucht man nicht ständig Batterien austauschen – gerade, wenn mal keine Batterien im Haus sind. Sobald das Schaf auf die Ladebasis gesetzt wurde, leuchtet ein LED-Indikator auf. Dieser ist rot, wenn das Schaf nicht (ganz) aufgeladen ist. Sobald es aufgeladen ist, wechselt der Indikator auf Grün. Als etwas störend habe ich empfunden, dass das Nachtlicht sich immer aktiviert, wenn man das Schaf auf den Ladesockel setzt oder wieder herunternimmt.

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In der Verpackung befindet sich außerdem eine Bedienungsanleitung in acht Sprachen, darunter auch auf Deutsch. Die Anleitung ist gut verständlich und beinhaltet alle wichtigen Punkte. Man erfährt u.a., dass das Schaf kindersicher ist und die Kinder damit auch spielen, es herumtragen oder mit ins Bett nehmen können. Außerdem erfahren wir, wie es gereinigt werden kann. So kann man es nach dem Auspacken zunächst sauber machen, bevor man es den Kindern in die Hände gibt.
Auch eine 2-jährige Garantie ist vorhanden.

Zunächst habe ich das Nachtlicht aufgeladen. Das geht ganz einfach, indem man die Ladestation an den Strom anschließt und das Schaf auf die Ladestation setzt. Beim ersten Aufladen hat das Laden etwas länger gedauert, als vom Hersteller angegeben: ca. 9 -10 Stunden. Beim zweiten Laden hat es dann aber nur noch ungefähr 8 Stunden gedauert, was mit der vom Hersteller angegebenen Zeit übereinstimmt.

Das Nachtlicht hat vier verschiedene Modi: Regenbogenlicht und Licht in drei permanenten Farben (Rot, Grün und Blau). Betätigt man den An-Knopf am Boden des Nachtlichts, wird beim ersten Drücken das Regenbogenlicht aktiviert. Das Regenbogenlicht zeichnet sich durch die verschiedenen, immer wechselnden Farben aus. Hier sind die Übergänge fließend, die aufeinanderfolgenden Farben ähneln sich jeweils. Das Licht ist zunächst im Timer-Modus aktiv (etwa 23 Minuten statt der vom Hersteller angegebenen 30 Minuten – rotes Lämpchen neben dem An-Knopf zeigt an, dass der Timer aktiv ist).

Die Akkulaufzeit ist wesentlich länger als die vom Hersteller angegebene Zeit. Das Regenbogenlicht läuft im Timer-Modus etwa 14 Stunden, d.h. man kann es für ca. 37 Schlafzeiten verwenden.
Hält man den Knopf für etwa 3 Sekunden gedrückt, wird der Timer deaktiviert, was man daran erkennt, dass das kleine rote Licht am Boden erlischt. Das Regenbogenlicht läuft dann etwa 13 Stunden durchgehend, bevor das Nachtlicht wieder aufgeladen werden muss. Auch diese Laufzeit ist länger als die vom Hersteller angegebenen 8 Stunden.
Auch im einfarbigen Modus läuft es mehr als 16 Stunden – etwa 18,5 Stunden.

Das Nachtlicht ist sehr kinderfreundlich und man braucht keine Bedenken zu haben, es in die Hände von kleinen Kindern zu geben. Das Schäfchen besteht aus weichem und für die Haut angenehmem PVC und ist frei von Phthalat (Weichmacher). Außerdem erwärmt es sich nicht, sodass es auch nach einer langen Laufzeit immer noch die gleiche, angenehme Temperatur hat – ein Verbrennen ist nicht möglich! Lediglich das Ladegerät sollte nicht in Kinderhände geraten, da es sich nach 8 Stunden Ladezeit schon stark erhitzt und recht heiß wird. Wie stabil das Nachtlicht ist, wenn man damit rabiater umgeht, kann ich bisher nicht sagen – meine Tochter ist weitestgehend aus dem Alter raus, in dem sie mit allen Objekten auf die Möbel oder den Boden geschlagen hat. Und ich wollte es jetzt auch nicht auf den Boden schmeißen o.ä. 😉

Das Licht bei den Farben Rot und Grün gefällt mir persönlich nicht ganz so gut – ich finde das Rot zu aggressiv und das Grün erinnert mich an das Licht in einer Geisterbahn. Da sprechen mich die Farben im Regenbogenmodus schon etwas mehr an – hier gibt es wärmere Farben wie Violett und ein angenehmeres Grün. Meine Tochter stört es allerdings nicht und das ist ja wohl das Wichtigste.

Und wie schläft meine Tochter mit dem Nachtlicht? Prima! Direkt in der ersten Nacht war sie ganz begeistert von dem neuen Licht. Ich konnte alle anderen Lampen auslassen und sie hat schon nach kurzer Zeit tief und fest geschlafen.

Insgesamt gefällt uns das Nachtlicht wirklich gut. Es sieht nicht nur niedlich aus, sondern hält auch, was es verspricht – und vereinzelt läuft es sogar wesentlich länger, als vom Hersteller angegeben. So müssen wir es nur selten laden (was ich sonst gerne auch mal vergesse) und meine Tochter kann mit dem Licht so einige Nächte ruhig schlafen. Wie lange das Nachtlicht letztendlich hält, kann ich nicht vorhersagen. Aber ich denke, wenn damit halbwegs liebevoll umgegangen wird, werden Sie und Ihr Kind lange Zeit viel Freude damit haben. Da ich wirklich kaum etwas zu meckern habe, kann ich auch das Nachtlicht sehr empfehlen – sowohl für ganz kleine als auch für etwas ältere Kinder (3+ Jahre).

Besondere Einsatzmöglichkeiten
Das Nachtlicht kann auch in Ruhe- und Schlafräumen in Kindergärten, Kitas oder der offenen Ganztagsschule verwendet werden. Da es nicht zu hell ist, können so auch die Kinder schlafen, die kein Licht brauchen. Und für die Kinder, die ohne Licht nicht einschlafen können oder Probleme beim Einschlafen haben, kann gerade das Regenbogenlicht eine sehr beruhigende Wirkung haben.

Produktdetails
Artikelname: Night Sheep – Hersteller: Miniland – Material: phtalatfreies PVC – Betriebszeit: bis zu 8 bzw. bis zu 16 Stunden – Ladezeit: 8 Stunden – Netzteil: 6 V, 150 mA – Abmessungen (in mm): 112,82 (Breite) x 125,8 (Höhe) x 89,5 (Tiefe) – Zubehör: Ladesockel, Bedienungsanleitung, 2-jährige Garantie – Preis: 30,90 € (UVP) – Referenznummer: 5005089082

Bildquelle (Bild 1): Miniland

Das Nachtlicht wurde mir im Rahmen der Aktion Bilderbuch und Nachtlicht vom Carlsen Verlag und Miniland zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Nähere Informationen erhaltet ihr hier.

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