[Rezension] Die Honigbiene

Heute ist der Weltbienentag (World Bee Day). In den letzten Jahren sind Sachbilderbücher über diese nützlichen und wunderbaren Tierchen zu meinen Favoriten im Bücherregal geworden. Vor einiger Zeit ist Die Honigbiene neu dazugekommen und verzaubert uns täglich mit den besonderen, leuchtenden Illustrationen und den interessanten Informationen, die in einfacher erzählender Weise vermittelt werden.

Die Honigbiene

Copyright: NordSüd

Die Blumen blühen auf weiten Feldern und Wiesen. Und überall summt und brummt es. Denn: Wo prächtige Blumen sind, da ist auch die fleißige Honigbiene nicht weit. Wir begleiten sie, wie sie fröhlich ihre Runden über den Wiesen dreht, immer auf der Suche nach der perfekten Blume und ihrem köstlichen Nektar.

Copyright: NordSüd

Endlich hat sie eine Blume gefunden und trinkt sich an ihrem Nektar satt. Dann fliegt sie weiter und verteilt die Pollen der Blumen. Im Bienenstock erwacht der Schwarm zum Leben. Die Bienen fliegen umher und bereiten sich auf ihren Ausflug zur Wiese vor. Die wiederkehrenden Bienen verarbeiten den Nektar zu leckerem, klebrigen Honig, füllen ihn in Waben und kühlen ihn mit ihrem Flügelschlag ab.

Das besondere Sachbilderbuch

Sachbilderbücher waren mir in meiner eigenen Kindheit eher ein Dorn im Auge. Die Sachbuch-Reihen, die es früher gab, waren zwar von den Informationen her interessant, aber die Aufmachung war doch wenig ästhetisch und ansprechend. Die Sachbilderbuchliebe habe ich erst vor wenigen Jahren in einem Seminar an der Uni entwickelt. Seitdem ist daraus eine kleine Sammelleidenschaft geworden – denn: Sachbilderbücher sind mittlerweile so vielfältig! Mal mit eher zurückhaltendem Text, mal mehr erzählend als sachlich, mal interaktiv und mit Mitmachseiten. Auch Die Honigbiene ist ein Buch, das von der Machart her für mich wieder ganz neu war. Es handelt sich hier auf der Textebene weder um einen komplett sachlichen Text, noch um eine Geschichte. Es ist vielmehr eine Mischform. Der*die Leser*in hat das Gefühl, die Honigbiene einen Tag oder vielmehr ein Jahr lang zu begleiten (das allerdings im Schnelldurchlauf). So sehen wir ihr bei der Suche nach Nektar zu, beobachten wie sie den Nektar schlürft und die Pollen der Blume mit davonträgt, fliegen mit ihr zurück in den Bienenstock, beobachten wie sie aus dem Nektar Honig macht, beobachten sie von der Ferne bei ihrer Winterruhe und freuen uns mit ihr, wenn im Frühling die ersten Blumen blühen und sie endlich wieder ihre Runden drehen kann. Der Text reimt sich vereinzelt und wirkt dadurch sehr kindgerecht und klangvoll. Er ist wirklich auf einem sehr einfachen und verständlichen Niveau, ohne große Fachausdrücke oder umständliche Erklärungen. So merken die Kinder gar nicht, dass sie beim Lauschen der Erzählung gleichzeitig etwas Neues lernen. Auch die Illustrationen, die zu Beginn vorwiegend in strahlenden Gelb- und Organetönen mit einigen Farbakzenten gehalten sind, gegen Mitte im Bienenstock durch einen schwarzen Hintergrund abgelöst werden, sind sehr ansprechend und für mich definitiv ein persönliches Highlight. Ganz hinten im Buch gibt es noch ein Nachwort der Autorin zur Entstehung des Buches und zur Bedeutung der Honigbiene. Die Autorin nennt hier fünf Möglichkeiten, Bienen zu helfen – und die sind wirklich nicht schwer umzusetzen!

Buchdetails
Text: Kristen Hall
Illustration: Isabelle Arsenault
Verlag: NordSüd
Erscheinungsjahr: 2019
Altersempfehlung: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3314104749

Hier könnt ihr das Buch kaufen:

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