Plastikmüll im Meer

Plastik findet sich massenweise in unserem Alltag – in Verpackungen, Spielzeug, Alltagsgegenständen, ja, sogar in Zahnpasta befindet sich oftmals Mikroplastik. Das Problem mit Plastik ist, dass es nur sehr langsam abgebaut wird – nur wohin dann mit dem ganzen Müll? Viele Menschen lassen Müll am Strand oder an Flussufern liegen und Schiffe entsorgen ihn manchmal einfach direkt ins Meer (etwa alte Fischernetze). Dort verfangen sich Tiere in den Fischernetzen oder den Plastiktüten, Kunststoff zerfällt mit der Zeit in kleinste Stückchen und wird von Meeresbewohnern verschluckt. Daher stellt die wachsende Menge eine große Gefahr für Tiere im und am Wasser dar – jährlich sterben etwa 1 Millionen Tiere an den Folgen. Aber auch für uns Menschen stellt Plastik im Meer eine große Gefahr dar – denn früher oder später nehmen auch wir den Mikroplastik zu uns.

Daher ist es wichtig, Kinder schon früh auf das Problem, die Folgen und mögliche alternative Handlungsweisen aufmerksam zu machen. Darum soll es in dem heutigen Beitrag gehen – mit Bilderbuchtipps, einer wie ich finde sehr tollen Aktion und Ideen für Kinder. Die Bilderbücher kann ich euch alle sehr empfehlen – wenngleich die fiktiven Bücher die Situation vielleicht etwas verharmlosen – denn hier scheint schon eine kleine Aktion das Problem zu lösen. Für ein Kinderbuch ist das meiner Meinung nach aber in Ordnung, da dennoch die Message bei den Kindern ankommt und die Geschichten zeigen, dass auch kleine Veränderungen und Aktionen schon etwas bewirken können. Außerdem kann man als Erwachsener selber entscheiden, ob man die Thematik noch detaillierter bespricht.

Alles über Plastik

Ich liebe die Sachbilderbücher vom Usborne Verlag – sie haben einfach so ein breites Angebot an Themen und sind immer so schön bunt. Daher gibt es glücklicherweise auch ein Sachbuch zum Thema ‚Plastik‘ – zwar nicht spezifisch auf Plastikmüll im Meer begrenzt, aber dieser Bereich wird im Buch auch immer wieder aufgegriffen. Vom Aufbau her ist das Buch auch was ganz Neues (zumindest für mich): Es gibt nämlich über 65 Klappen in diesem Buch. Die Seiten sind farbig und bunt illustriert, doch vom Text her finden sich hier vorwiegend Fragen. Die Fragen beziehen sich allesamt auf das Thema Plastik – von Allgemein bis Spezifisch: ‚Was ist Plastik?‘, ‚Wie gelangt Plastik in die Meere?‘, ‚Könnte man Plastik verbessern?‘ und ‚Wann wurde Plastik so beliebt?‘. Ihr seht schon, das Buch deckt wirklich viele Bereiche ab – den Begriff, die Problematik, Möglichkeiten zur Verbesserung, die Geschichte usw. Es gibt auch Fragen, die direkt an die Kinder gerichtet sind, um ihr Vorwissen zu überprüfen. Andere Fragen bieten auch Anlass, um darüber zunächst selbst nachzudenken, etwa ‚Muss immer alles verpackt sein?`‘. Hinter den Klappen finden sich dann die ausführlichen Antworten – von der Länge angemessen, verständlich und kindgerecht erklärt. Und auch diese Informationen werden von farbigen Illustrationen begleitet. Ich finde dieses Bilderbuch ist einfach ein Muss, wenn es im Unterricht um das Thema Plastikmüll geht – informativ, für Kinder durch die Klappen ein großer Mitmach-Spaß und auch die ansprechenden, diversen Illustrationen muss ich hier noch einmal kurz lobend erwähnen. Im Unterricht können schon vor dem Lesen des Buches Fragen der Kinder zum Thema gesammelt werden – vielleicht finden sich die Antworten dann ja auch in diesem Bilderbuch wieder.

Das Bilderbuch bekommst du hier.

So viel Müll! Wie du die Umwelt schützen kannst

Ein weiteres Sachbilderbuch, das thematisch super passt, ist So viel Müll! von Dorling Kindersley (DK) in Zusammenarbeit mit der NAJU (Naturschutzjugend im Naturschutzbund Deutschland NABU). In diesem Buch geht es ebenfalls nicht ’nur‘ um Plastikmüll im Meer – auch wenn das Cover es zunächst vermuten lässt. Es geht auch nicht nur um Plastikmüll, sondern um Müll im Allgemeinen, die Umweltverschmutzung, die Zerstörung von Lebensräumen und viele weitere Probleme und deren Folgen für unsere Erde, die Tiere und auch uns Menschen. Das Buch bietet dadurch einen Überblick über Themen wie ‚Die Erdatmosphäre‘ (Treibhausgase, Wetterveränderungen, Erderwärmung), den ‚Naturschutz‘ (Wilderei und Jagd, Nachzucht, ausgestorbene Tier- und Pflanzenarten), den ‚Haushaltsmüll‘ (Metall, Glas, Papier, Plastik usw.), die ‚Kleidung‘ (genderspezifische Kleidung, Modeerscheinungen, Pelz) und ‚Die Erde in der Zukunft‘ (was passiert, wenn es so weitergeht vs. was wird gemacht, um dies zu verhindern). Und das war jetzt natürlich nur ein kleiner Überblick über die vielen, vielen Themen, die in diesem Buch angesprochen werden. Alles sehr ansprechend aufbereitet mit farbigen Illustrationen und Fotos, aber viel wichtiger: super informativ, Augen öffnend und zum Nachdenken anregend. Die Informationen sind jeweils häppchenweise auf den Seiten verteilt, sind einfach und kindgerecht geschrieben. Ganz hinten finden sich Anregungen, was jede*r selbst tun kann, um Müll zu verringern. Außerdem findet sich dort eine Liste mit Umweltschutzorganisationen und ein Überblick über schwierige Begriffe wie Treibhausgase und Mikroben. Die Begriffe werden hier noch einmal kurz und verständlich erklärt.

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Robin – Ein kleiner Seehund räumt auf

Das erste Bilderbuch, das ich zum Thema Plastikmüll im Meer im Bücherregal hatte, ist das erzählende Sachbilderbuch Robin – Ein kleiner Seehund räumt auf. Es geht hier um den kleinen Seehund Robin, der es liebt, im Wattenmeer mit seinen Freunden und seiner Familie zu spielen. Eines Tages kommt das Kegelrobbenmädchen Roberta zu ihm und bittet ihn um Hilfe. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise zu ihrer Familie. Auf dem Weg müssen sie ein Walross aus einem weggeworfenen Fischernetz befreien und Plastiktüten, die wie leblose Quallen durchs Wasser treiben, ausweichen. Dann sieht Robin, weswegen Roberta seine Hilfe braucht: Ihr Zuhause ist komplett zugemüllt. Aber Robin hat schon eine Idee. Mit den anderen Tieren im Meer und in der Luft starten sie eine große Aufräumaktion und bald schon helfen auch die Menschen mit, das Meer und den Strand wieder sauber zu machen.
Auf der ersten Doppelseite im Buch erfahren wir etwas über Seehunde. Auch in der Einleitung der Geschichte gibt es einige Informationen zu diesen Tieren. Aber dann geht die Geschichte richtig los und das eigentliche Thema – Müll in den Meeren – wird aufgegriffen und kindgerecht in die Geschichte verpackt. Robin und die anderen Tiere sind hier Vorbilder für die Kinder, denn sie kümmern sich darum, das Meer wieder aufzuräumen – und helfen damit nicht nur sich selbst, sondern auch den Menschen. Die Geschichte wird durch sehr ansprechende Bilder begleitet – mir gefällt der Malstil der Autorin sehr. Alles ist mit Liebe zum Detail gezeichnet und die Farben sind natürlich und wunderschön. Und dennoch zeigen die Bilder auch die ‚hässlichen‘ Seiten auf realistische, ungeschönte Weise – die vollgemüllten Meere und Strände, die Berge an Müll und deren Gefahren für die Meeresbewohner. Wichtig sind hier die Kontraste zwischen dem mit Müll bedeckten Meeresgrund und dem müllfreien Meer, das durch seine Schönheit und vor allem Sicherheit überzeugt. Am Ende des Buches finden sich noch Informationen zum Müll in den Meeren und was man selber tun kann, um diesen zu vermeiden.

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Herr Krake räumt das Meer auf

Von der Idee her ähnlich ist das Bilderbuch Herr Krake räumt das Meer auf. In diesem begegnen Herrn Krake eines Tages viele neue Meeresbewohner in der Nachbarschaft: etwa die weißen und durchsichtigen Schimmerhüllen-Quallen oder die Fetzenfische. Doch dann erfährt er, dass es sich gar nicht um Lebewesen handelt, sondern Abfall von den Menschen ist. Und bald schon zeigen sich die unterschiedlichen Facetten, inwiefern Plastikmüll für die Meerestiere zur Gefahr werden kann: Plastikmüll wird mit Fischen verwechselt / für Lebewesen gehalten, Plastik befindet sich am Fressen der Meerestiere, die Tiere verfangen sich in Plastikresten, Netzen oder Tüten. Daher muss ein Plan her, wie die Menschen auf den ganzen Müll aufmerksam gemacht werden können – damit die Meeresbewohner bald endlich wieder unbeschwert leben können. Eine unterhaltende Geschichte, die kindgerecht auf die Problematik und insbesondere deren Folgen aufmerksam macht.
Die Illustrationen sind sehr niedlich und begeistern durch die sehr ansprechende Farbwahl, die Liebe zum Detail und die Vielfalt an bunten Meerestieren, die in dem Buch abgebildet werden und die die Kinder hier kennenlernen können. Ganz hinten im Buch befindet sich eine wunderschön farbige Doppelseite mit 6 Müllvermeidungstipps. Diese sind einfach umzusetzen und in den Alltag zu integrieren – ohne große Umstellung oder Verzicht. Zu jedem Tipp gibt es eine passende Illustration, die veranschaulicht, was gemacht werden sollte. Zusätzlich ist das Buch umweltfreundlich hergestellt worden. Meine Tochter hat das Cover und die Geschichte auf jeden Fall direkt angesprochen, sie hat sich das Buch geschnappt und wollte es mehrere Abende hintereinander als Gute-Nacht-Geschichte hören.

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Der Tag, an dem das Meer verschwand

Jack liebt das Meer über alles. Für ihn strahlt es eine ganz besondere Magie aus: die unendlichen Weiten, die Farbspiele bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang, das Glitzern der Wasseroberfläche. Als er mit seinem Vater einen Bootsausflug macht, gibt es einen kleinen Zwischenfall mit einer frechen Möwe und aus Versehen lässt Jack einen Plastikstrohhalm ins Meer fallen. Er ist hin und her gerissen zwischen seinem schlechten Gewissen und dem Gedanken „vielleicht nicht so schlimm.“ Doch scheinbar war das nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, denn: Als Jack am nächsten Morgen aufwacht, ist das Meer verschwunden. Nichts als feuchter Sand, Berge von Plastikmüll und ein paar Meeresbewohner in großer Not. Jack ist schockiert, dass sich auf dem Meeresgrund so viel Plastik angesammelt hat und welche Folgen dies für Lebewesen im Meer hat. Auch sein Plastikstrohhalm hatte große Folgen. Ob er das Meer durch ein großes Versprechen und ein verändertes Verhalten noch zurückholen kann? Ich finde diese fantastische, fast poetische Geschichte mit den bezaubernden Illustrationen einfach wunderbar, zeigt sie nicht nur, welche Folgen das ganze Plastik bereits jetzt für die Lebewesen in den Meeren hat, sondern auch, was dies in Zukunft anrichten könnte. Auch dieses Bilderbuch hat ein Happy End – allerdings nicht in dem Sinne, dass plötzlich der ganze Müll verschwunden ist, sondern weil Jack sich vorgenommen hat, sein Verhalten zu ändern und so bereits ein wichtiger Schritt für die Zukunft getan wurde. Einzig der letzte Satz im Buch stört mich etwas: „Jack wusste, dass das Schicksal des Meeres in seinen Händen lag. Und in den Händen aller anderen Kinder. In den Händen von Kindern wie dir.“ Das stimmt zwar, weil auch Kinder früh lernen sollen, auf die Umwelt zu achten. Aber auch wir Erwachsenen müssen etwas ändern und dürfen die Verantwortung nicht allein auf die Kinder abwälzen! Und ich finde, das sollte beim Vorlesen den Kindern auch klar gemacht werden. Am Ende finden sich dann noch ein paar Versprechen, die veränderte Verhaltensweisen beinhalten.

Das Bilderbuch bekommst du hier.

Der Wal auf seiner Reise

Jetzt möchte ich euch noch auf ein ganz wunderbares Bilderbuchprojekt von Corinna Wenke-Schilp und Marc Schilp aufmerksam machen. In der Geschichte geht es um einen Wal, der auf seinen Reisen schon Vieles gesehen hat. Doch eines Tages sieht er ganz viel Müll im Meer. Er denkt an früher, als die Ozeane von Tieren und farbenprächtigen Korallen bevölkert waren und nicht von Plastiktüten und -flaschen. Als die Meeresschildkröten sorglos ihre Eier im Sand vergraben konnten, ohne sich um die Kleinen zu sorgen. Doch durch den ganzen Müll hat sich Einiges verändert – die Meeresbewohner sind in Gefahr! Der Wal ist traurig und findet, es muss sich etwas ändern!
Dieses Pappbilderbuch ist nicht nur wegen der wichtigen Geschichte und Message, der klangvollen Reime und der bezaubernden Illustrationen etwas ganz Besonderes. Denn zusätzlich ist das Buch auf 100 % Recyclingpapier gedruckt und ohne umweltschädigende Veredelungen. Das erzählende Bilderbuch hat zwar kein direktes Happy End wie die obigen Bücher – aber es gibt dennoch die Aussicht darauf, dass wir alle zusammen etwas ändern können und die Welt wieder zu einem noch schöneren Ort machen können. Das finde ich persönlich super gelöst!

Das Bilderbuch bekommst du hier.

Nachhaltiges Spielzeug – nur ohne Plastik?

Beim Stöbern in Spielzeugläden fällt mir immer häufiger auf, dass weniger auf qualitativ hochwertiges Holzspielzeug gesetzt wird, sondern viele Produkte aus Plastik hergestellt sind. Diese sind dann meist kunterbunt und haben viele audio-visuelle Reize (Musik, Geräusche, blinkende Lichter) – dementsprechend für Kinder auf den ersten Blick sehr interessant und ansprechend. Auch bei uns gab es in den letzten Jahren ab und zu solches Spielzeug, wobei ich mich bemühe, den Kindern vorwiegend Holzspielzeug anzubieten, welches vielfältige Möglichkeiten bietet (open-ended toys). Beim Vorbereiten dieses Beitrags ist mir dann die Frage gekommen, was eigentlich nachhaltiges Spielzeug ist. Muss es immer Holzspielzeug sein – und wenn ja, welches? Oder was genau heißt eigentlich Nachhaltigkeit im Kontext Spielzeug? Nachhaltigkeit bezieht sich auf mehrere Bereiche: der Herstellungsprozess, die Materialien, die Entsorgungsmöglichkeiten, die Stabilität/Langlebigkeit, Vielseitigkeit der Verwendbarkeit, Beanspruchung mehrerer Sinne, offene / flexible Zielgruppe. Nicht jedes Holzspielzeug etwa wird umweltfreundlich hergestellt oder hat schadstofffreie Lacke. Dennoch ist Holzspielzeug, wenn es um Nachhaltigkeit geht, definitiv einer der Spitzenreiter. Allerdings finde ich es nicht verwerflich, auch ein paar sinnvolle Spielzeuge aus anderen Materialien zu haben. So entsprechen auch die Tiere von Schleich und Co. einem Großteil der genannten Punkte: Stabilität, vielseitige Einsetzbarkeit, flexible Zielgruppe usw. Sie können etwa zum Spielen auf ganz unterschiedliche Weise verwendet werden, gleichzeitig aber auch in der Grundschule zum Lernen eingesetzt werden. Und durch die Stabilität können die Tiere auch an die nächste (und übernächste) Generation von Kindern weitergegeben werden.

Die Stapelstein OCEAN Linie

Ich liebe ja die Stapelsteine sowieso – vor allem aber auch, weil sie ein nachhaltiges Spielzeug sind, bei dessen Herstellung auf eine bestmögliche Schonung der Umwelt und ihrer Ressourcen geachtet wird. Dabei versuchen die Erfinder*innen der Stapelsteine immer, durch die Herstellung der Stapelsteine noch mehr für die Umwelt zu tun. Und da kommt die neue Linie OCEAN gerade richtig – denn diese mintgrünen Stapelsteine werden zu 15 % aus maritimen Industrieabfällen (z.B. Fischernetze) hergestellt. So sind sie von der Farbe her nicht nur wunderschön und lassen einen vom Meer träumen, sondern tun auch etwas Gutes für die Weltmeere. Durch die recycelten Anteile im Stapelstein kann es vereinzelt zu kleinen Farbabweichungen auf der Oberfläche kommen (gelber Punkt o.ä.). Das fällt aber nur bei ganz genauem Hinsehen auf und stört beim Spiel mit den Stapelsteinen überhaupt nicht.
Erhältlich als einzelner Stapelstein oder als Balanceboard, als eine der neuen Farben im dreiteiligen Fresh-Set oder als OCEAN-Set mit 6 Stapelsteinen derselben Farbe kann diese Linie als Ergänzung zu bereits vorhandenen Stapelsteinen oder aber als ganzes Set für Stapelstein-Neulinge erworben werden. Ihr bekommt die OCEAN Stapelsteine einzeln oder in den genannten Sets bei miila, einem wunderschönen Concept Store aus Aachen. Die Inhaberin Corinna legt bei der Auswahl der Produkte unter anderem viel Wert auf Nachhaltigkeit sowie soziale Verantwortlichkeit – und auch das Thema Plastikmüll im Meer liegt ihr sehr am Herzen, was sich auch in einige Produkten zeigt (Bilderbücher, Spielzeug aus recyceltem Plastikmüll). Das finde ich ganz klasse!

Wenn ihr mehr über die Stapelsteine, ihre Vielseitigkeit und ihre Nachhaltigkeit erfahren möchtet, lest euch gerne meinen früheren Beitrag dazu durch – ihr findet ihn hier.

Ideen zum Thema Plastikmüll im Meer

Sensorik-Übung: Plastikmüll aus dem Meer fischen (2 Versionen)

Eine Möglichkeit, um mit Kindern über das Problem Plastikmüll im Meer zu sprechen, ist, ihnen ein kleines sensorisches Angebot zu machen. Dass sich so viel Plastik in den Meeren befindet ist für viele Kinder gar nicht wirklich greifbar, da die Unterwasserwelt für sie ja eher ein geheimnisvoller, ferner Ort ist – meist kennen sie einen Teil der Tiere nur aus dem Aquarium oder einem Bilderbuch. Aber das Meer kann ja im Kleinen zu den Kindern nach Hause, in den Kindergarten oder in die Grundschule kommen. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:

Der OCEAN Stapelstein wird mit Wasserperlen in Blautönen gefüllt. Auf die Wasserperlen werden unterschiedliche Meerestiere gesetzt. Es können auch kleine Pflanzen verwendet werden. Wer auf Plastikspielzeug verzichten möchte, kann die Tiere aber auch weglassen, denn Holztiere würde ich hier nicht empfehlen. Nun werden bunte Wasserperlen im ‚Meer‘ verteilt. Diese sollen für den Plastikmüll stehen und mit unterschiedlichem sensorischen Werkzeug (Pinzette, Löffel, Sieb) herausgefischt werden.

Der OCEAN Stapelstein wird mit Wasser (kann auch mit Lebensmittelfarbe etwas blau gefärbt werden) gefüllt. Ins Wasser werden unterschiedliche Meerestiere, Pflanzen, kleine Steine gesetzt. Die Kinder haben Zuhause und in der Kita / im Schulgebäude Plastik gesucht (Trinkhalme, Plastiktüten, Plastikverpackungen usw.) und dieses mitgebracht. Die mitgebrachten Sachen werden im Wasser verteilt und können herausgefischt werden oder veranschaulichen, welche Gefahren sie bergen (Tiere verheddern sich in Fischernetzen, haben Plastiktüten über dem Kopf, fressen kleine Plastikteilchen usw.). Ältere Kinder können die Plastikgegenstände benennen und ihnen umweltfreundliche Alternativen zuordnen (wiederverwendbare Stoffbeutel statt Plastiktüten, Silikontrinkhalme statt Plastiktrinkhalme, unverpackte Lebensmittel kaufen …).

Plastikteilchen im schmelzenden Eis

Jetzt zeige ich euch noch eine weitere Möglichkeit für eine sensorische Übung, die gleichzeitig zur Veranschaulichung des Klimawandels und der damit verbundenen Folgen für die Meere beiträgt. Hierfür wird Wasser in kleine Gefäße gegossen. In das Wasser mischt ihr nun ‚Plastikteilchen‘ (Glitzer, Wasserperlen, Bügelperlen o.ä.). Das Wasser soll nun in der Gefriertruhe über Nacht gefroren werden. Am nächsten Tag füllt ihr mindestens einen Stapelstein mit blau gefärbtem Wasser und gebt die Eisschollen hinein. Ihr könnt zur Deko und zum Spielen noch ein paar arktische Tiere (Eisbären, Narwal etc.) hinzugeben. Durch den Temperaturunterschied beginnt das Eis nun sehr schnell zu schmelzen. Die Kinder können hierbei helfen, indem sie Salzwasser auf die Eisschollen träufeln. Schnell wird sichtbar, was durch das Schmelzen der Eisschollen passiert: die Plastikteile gelangen in die Meere. Die Kinder können auch hier die Plastikteile aus dem Meer fischen. Außerdem kann nun mit den Kindern über den Wandel des Klimas und die damit verbundenen Probleme (auch im Hinblick auf den Plastikmüll) gesprochen werden.

Plastikmüll aufsammeln – Bewegungsübung

Wenn ihr das Thema Plastikmüll mit etwas Bewegung kombinieren möchtet, dann könnt ihr im Gruppenraum oder Klassenzimmer Stapelsteine (als zusätzliche wackelige Herausforderung eignen sich die Balance Boards) verteilen. Die Kinder können von Zuhause Plastikmüll (Plastikflaschen o.ä.) mitbringen und diese werden im Raum verteilt. Nun machen die Kinder sich auf den Weg, die Tiere und das Meer von dem Plastikmüll zu befreien. Zur Musik balancieren sie über die Stapelsteine. Sobald die Musik stoppt, sollen sie sich so schnell wie möglich einen Gegenstand schnappen. Variante 1: die Kinder dürfen auch den Boden berühren und alle Kinder schnappen sich einen Gegenstand. Variante 2: die Kinder bleiben auf den Stapelsteinen und nehmen Hilfsmittel (Stock, Kescher o.ä.), um die Plastikteile aus dem ‚Meer‘ zu fischen. Variante 3: das Kind, das als erstes ein Plastikteil hat, gewinnt die Runde. Die Kinder können nach dem Spiel auch noch über die gefundenen Sachen sprechen, z.B. wie diese durch plastikfreie Alternativen ersetzt werden könnten.

Meerestiere mit Stapelsteinen

Mit den Stapelsteinen lassen sich auch Kunstwerke gestalten, etwa Tiere legen. Bei gutem Wetter könnt ihr die Stapelsteine mit nach draußen nehmen und mit Kreide kleine Kunstwerke machen. Aber auch bei schlechtem Wetter lässt sich mit ein bisschen Pappe und ein paar Wackelaugen das ein oder andere Meerestier gestalten. Die entstandenen Tiere können dann noch um einen Slogan ergänzt und fotografiert werden. So haben die Kinder ein Bild, aus dem sie ein Plakat zum Thema Plastikmüll gestalten können. Hier sind der Fantasie und Kreativität keine Grenzen gesetzt und die Kinder können frei entscheiden, welches Tier sie gerne legen möchten. Ergänzend dazu könnten die Kinder im Sachunterricht noch etwas über das Tier recherchieren und in Erfahrung bringen, inwiefern es vom Plastikmüll im Meer betroffen und bedroht ist.

Informationen und Materialien für Kinder zum Thema ‚Plastikmüll im Meer‘

Informationsseite für Kinder ‚Plastikmüll im Meer‘ vom WDR

Sachgeschichte der Maus zum Thema

Informationsseite für Kinder ‚Plastik verschmutzt die Meere‘ von logo!

Infotexte und Videos zum Thema von WWF Junior

Lehrer*innenhandreichung für die Grundschule

YouTube Videos für Kinder zum Thema

Lesespaziergang ‚Plastikmüll im Meer‘


Dieser Beitrag enthält Werbung für Kinderbücher und Spielzeug.

Eine Antwort auf „Plastikmüll im Meer

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